Hundebetreuung Melanie Barbian
Hundebetreuung Melanie Barbian

Der Mensch im Hunde

Fragt man den einen oder anderen Hundehalter, besitzen ihre vierbeinigen Freunde alle Gefühle und Eigenschaften, die auch der Mensch in der Lage ist, zu empfinden. So „friert“ Bernersennen Rüde Gustav im Winter ohne seine maßgeschneiderte Jacke, Scheltie Lola „braucht“ zum Einschlafen ihr Stofftier, Spitzdame Luna ist „tief traurig“, wenn sie nicht ihr goldenes Halsband tragen darf und Pudel Rocco „beleidigt“, weil er nicht seine „richtigen“ Leckerlies bekommt. Und ganz sicher „liebt“ es Hundemädchen Kira, ihre Lieblingssendung im Fernsehen anzuschauen. Dabei wird von uns Menschen gerne übersehen, dass Hund zu so etwas kaum in der Lage ist!

 

Denn Bernersennen-Hunde machen im Winter so einiges – Frieren gehört aber in Anbetracht Ihrer körperlichen Eigenschaften und Fellmassen wirklich nicht dazu. Erst bei extrem niederen Temperaturen wirken sich diese auf Ihr Empfinden aus.

 

Und Luna ist es herzlich egal, welches Halsband sie ausführt. Sie zieht einfach nur das goldene vor, weil es nicht so pieksend mit Rüschen besetzt ist, wie all die anderen, die Frauchen ihr ab und an im Wechsel um den Hals legt. Heißt also, Luna vermeidet für sich einfach nur körperliches Unbehagen!

 

Und auch Kira liebt im Übrigen nicht Ihre Lieblingssendung, sondern lediglich den Umstand, dass Frauchen dann ganz entspannt mit ihr zusammen auf dem Sofa vor dem Fernseher sitzt.

 

Auch auf die Gefahr hin, jetzt so manchen zu enttäuschen – alles, was Hunde empfinden, ist auf körperliche Unversehrtheit ausgerichtet, Hunger und Durst zu vermeiden und warm zu haben. Sicherheit und Geborgenheit finden sie, wenn ihre Rolle in ihrem Rudel geklärt ist und sie wissen, wo sie stehen.

 

Aber warum fällt es uns Menschen dann in der Regel schwer, das zu erkennen? Selbst völlig professionelle Hundebesitzer finden sich immer mal in dieser Vermenschlichungs-Falle wieder und texten ihren Hund mit Worten voll, obwohl sie genau wissen, dass er eigentlich kaum eines davon versteht. Es ist wohl eher der Tonfall, der ihn handeln läßt, gepaart mit unserer Körpersprache und Mimik.

 

So richtig schwierig wird es allerdings, wenn der vierbeinige Freund schon derart vermenschlicht ist, dass er für einen anderen Menschen herhalten muss. Der Hund als Ersatz für Kind, Partner, Psychologe. Aber was ist bis dahin passiert?

 

Das Tier zeigt Regungen, die wir fälschlicherweise als menschliche Emotionen interpretieren. Wir projezieren, was wir als Mensch kennen und empfinden, unbewußt auf unseren Hund und weil dieser eine sehr schnelle Auffassungsgabe besitzt, wiederholt er einfach bestimmte Verhaltensmuster, die dann zum gewünschen Ergebnis führen. Insofern hat uns der Hund gut im Griff und wir merken das zumeist noch nicht einmal!

 

Aber davon völlig unabhängig sucht der Hund unsere Nähe. Er verlässt uns nicht, nach einer Auseinandersetzung, wie der Partner zum Beispiel. Es ist ihm auch egal, wie wir aussehen, riechen oder welche Krankheit wir haben. Er beurteilt nicht! Er ist immer ehrlich, er plant nichts, er ist nicht hinterhältig oder verlogen. Wenn ein Hund freudig auf sie zugelaufen kommt, dann tut er das, weil er sich freut, sie zu sehen, da ist kein Platz für Falschheit.

 

Hunden, die vermenschlicht werden, geht es entgegen des Empfinden und durchaus gutgemeinten Handelns Ihres Besitzers, alles andere als gut. Sie bekommen das Leben sozusagen auf einem Silbertablett serviert. Aber damit wird der Hund nicht mehr gefordert – weder geistig noch körperlich..... und verkümmert dabei, wenn er im Kinderwagen umhergeschoben wird, anstatt rennen zu können und sich aufgrund gutgemeinter ständiger Leckerlie-Gabe irgendwann kaum noch bewegen kann vor Körperumfang.

 

Es ist deshalb wichtig einzusehen, dass der Hund nunmal kein Mensch ist. Lieben dürfen wir ihn dennoch und vielleicht auch gerade deswegen. Aber lassen wir ihn Hund bleiben und seine naturgegebenen Anlagen artgerecht ausleben. Denn dann ist er glücklich mit uns und sich selbst und einem harmonischen Zusammenleben steht nichts im Wege!

 

 

(Quellen-Auszüge aus "Der Hunde-Reporter")

Wir sind veterinäramtlich überprüft und genehmigt nach

§ 11 TSchG.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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